Coinbase Exec sagt, dass das Kapital aufgrund von Krypto-Steuergesetzen aus den USA fliehen wird

Lawrence Zlatkin, Chief Tax Officer von Coinbase, sagt, globalen Kunden gehöre die Zukunft, da Nicht-US-Jurisdiktionen aufgeschlossener seien.

Coinbase, der größte US-Kryptogeldumtausch, ist der Ansicht, dass andere Länder in Bezug auf Krypto-Regulierung und Steuern laut Bitcoin Future viel aufgeschlossener sind als Amerika. Lawrence Zlatkin, Chief Tax Officer bei Coinbase, teilte am 7. Juli im Rahmen eines Unitize-Panels, an dem auch die leitende Steuerberaterin von Fidelity, Jessica Reif-Caplan, und der globale Steuerführer von Deloitte, Rob Massey, teilnahmen, die Aussichten der Börse in Bezug auf die Besteuerung und den globalen Kryptowährungsmarkt.

Mangelnde Klarheit der Kryptobesteuerung

Während der Diskussion hoben die Redner die mangelnde Klarheit über die Besteuerung von Kryptogeld in den USA hervor. Nach Ansicht der Steuerexperten von Coinbase und Fidelity ist die Unklarheit auf die komplexe Natur digitaler Vermögenswerte sowie auf eine große Vielfalt unterschiedlicher Typen und Merkmale verschiedener Münzen zurückzuführen.

Staking – die Praxis, Kryptographie zu sperren, um Belohnungen zu erhalten – ist nur ein Aspekt, der aus steuerlicher Sicht eine große Herausforderung darstellt. „Es gibt so viele Unterschiede zwischen verschiedenen digitalen Vermögenswerten, und allein das Abstecken ist so kompliziert zu verstehen, wenn man nicht so nah an digitalen Vermögenswerten dran ist“, bemerkte Reif-Caplan.

Nicht-US-Länder haben eine reifere Sicht

Während der Internal Revenue Service (IRS) die US-Bürger seit Jahren dazu drängt, Kryptographie in ihre Steuererklärungen aufzunehmen, muss die Behörde noch umfassende Richtlinien bereitstellen. Zlatkin sagte, es gebe eine große Unsicherheit in Bezug auf die Besteuerung von Einsätzen, aber er glaubt, dass die IRS wahrscheinlich Belohnungen für Einsätze als steuerpflichtige Transaktionen kennzeichnen wird.

Zlatkin sagte, dass die Unsicherheit bei der Krypto-Steuer in den USA im Wesentlichen zu einem „Kapitalabfluss in jene Gerichtsbarkeiten führt, die einen reiferen Blick auf digitale Technologie und digitale Vermögenswerte insgesamt haben“.

„Das Staking ist ein gutes Beispiel“, bemerkte Zlatkin. Coinbase selbst, die größte Krypto-Börse in den USA, plant daher, ihre Aktivitäten über den US-Markt hinaus auszuweiten.

Laut Zlatkin sieht Coinbase internationale Kunden als die Zukunft an, da Nicht-US-Jurisdiktionen „aufgeschlossener“ seien.

„Es ist ein Wachstumsmodell für uns, da wir dort, wo wir tätig sind, mehr Kunden erreichen und mehr Vermögenswerte handeln können […] Im Allgemeinen kämen die meisten Kunden im Raum vor allem aus den großen Jurisdiktionen wie Kanada, Großbritannien, der EU und innerhalb Asiens.

Coinbase achtet schon seit einiger Zeit auf die Entwicklung seiner ausländischen Märkte. Im Januar 2020 gründete die Börse eine zweite irische Firma, um ihre Krypto-Verwahrungsdienste auf europäische Institutionen auszuweiten. Coinbase Custody betreut seit 2018 europäische Kunden in Großbritannien, der Schweiz, Deutschland, Finnland und den Niederlanden.